Mit den Symptomen Schwäche, Verschlechterung des Allgemeinzustandes und Schwindel musste eine 70-jährige Patientin stationär aufgenommen und versorgt werden. Der Allgemeinzustand verschlechterte sich trotz der medikamentösen Behandlungen immer weiter, weshalb eine ausgedehnte Fokussuche stattfand. Schnell stellte sich heraus: Es handelte sich um eine nekrotisierende (=Absterben des Gewebes) Entzündung des Nierengewebes (=Pyelonephritis). Mit dieser schwerwiegenden Diagnose war klar, dass die Patientin umgehend in eine Spezialabteilung für operative Urologie überstellt werden muss.
Nach Rücksprache mit der klinischen Abteilung für Urologie im Universitätsklinikum Krems zögerte man nicht und sagte einer Übernahme der Patientin sofort zu. Diese wurde an einem Freitagabend mit einem akuten Hubschraubertransport überstellt und in Krems vor Ort von Bernhard Grubmüller, Oberarzt an der klinischen Abteilung für Urologie, und einem spezialisierten Team von Intensivmedizinern und Intensivpflegepersonen mit instabilem Kreislauf und bereits starker Trübung des Bewusstseins übernommen. Zu diesem Zeitpunkt waren im Universitätsklinikum Krems bereits alle Vorkehrungen getroffen: Der diensthabende Anästhesist fand sich vor Eintreffen der septischen Patientin im OP ein und auch die OP-Pflege schloss alle notwendigen Vorarbeiten (Vorbereitung der benötigten Materialien und Instrumente) ab. Im Zuge der aufgrund von schweren Entzündungen herausfordernden Operation musste die linke Niere entfernt werden. „Durch die schnelle Reaktion und die reibungslose Überstellung konnte der Patientin das Leben gerettet werden. Bereits wenige Tage später ist sie von der Intensiv- auf die Normalstation verlegt worden und konnte innerhalb dieser kurzen Zeit schon mit einer rehabilitierenden Physiotherapie starten“ freut sich Grubmüller über den positiven post-operativen Verlauf.
„Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit nicht nur innerhalb der eigenen Fachabteilungen, sondern auch über die Grenzen der Klinik hinweg ist. Die beiden Kliniken haben rasch und richtig reagiert und die Strukturen unseres Gesundheitsnetzwerkes optimal genutzt“, zeigt sich der für die Landes- und Universitätskliniken zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko stolz.
BILDTEXT
OA Priv. Doz. DDr. Bernhard Grubmüller im Zuge einer Operation.
COPYRIGHT
Universitätsklinikum Krems
MEDIENKONTAKT
Nicole Karall, MA
Universitätsklinikum Krems
Mitterweg 10, 3500 Krems
Tel.: +43 676 858 143 1013
E-Mail: presse@krems.lknoe.at
