Schneller fit durch kurzen Schnitt – Durchführung von Hüftoperation ohne große OP-Narbe

Krems – An der klinischen Abteilung für Orthopädie und Traumatologie am Universitätsklinikum Krems wurde vor kurzem die 500. minimal invasive Hüftprothese durchgeführt. Der Vorteil für die Patientinnen und Patienten: Die Muskulatur wird bei dieser Operationstechnik aufgrund des besonders kleinen Schnittes geschont und die Betroffenen sind kurz nach dem Eingriff schnell wieder mobil.

Der Gelenksverschleiß (Arthrose) des Hüftgelenks ist eine häufige Erkrankung worunter die Lebensqualität der Betroffenen deutlich eingeschränkt ist. An der klinischen Abteilung für Orthopädie und Traumatologie am Universitätsklinikum Krems wurde vor kurzem die 500. minimal invasive (= Durchführung eines operativen Eingriffs ohne größeren Schnitt) Hüfttotalendoprothese über den vorderen Hüftzugang nach der AMIS Methode durchgeführt. Die AMIS Methode beschreibt eine muskelschonende Operationstechnik zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks und ist sowohl für sportliche, jüngere als auch für ältere Patientinnen und Patienten gut geeinigt.

Der künstliche Gelenksersatz (Prothese) hat in den vergangenen Jahrzenten weltweit unzähligen Betroffenen wieder zum schmerzfreien Gang oder überhaupt erst wieder zu Gehvermögen geholfen. Hiervon profitieren vor allem Patientinnen und Patienten welche an Arthrose leiden und als Folge mit einer schwer geschädigten Oberschenkelfraktur oder sogar einem zerstörten Hüftgelenk konfrontiert sind. Die verwendeten Prothesen werden individuell auf die Form der jeweiligen Oberschenkelknochen angepasst. Dadurch kann das perfekt passende Implantat mittels eines besonders kleinen Schnittes eingesetzt werden. Der Vorteil dieser Methode: Durch die kleinere Schnittstelle können Patientinnen und Patienten schneller mobilisiert werden.

„Unsere Patientinnen und Patienten werden immer älter. Je geringer die Belastung durch die Operation ist, desto besser. Deshalb geht man mehr und mehr dazu über den Hüftgelenksersatz minimal invasiv vorzunehmen“, so Primar Dietmar Dammerer, Leiter der klinischen Abteilung für Orthopädie und Traumatologie. Der Fokus im Universitätsklinikum Krems liegt somit klar auf der Etablierung von minimal invasiven Operationsmethoden, um so eine rasche und schmerzarme Mobilisierung für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, aber auch um die unvermeidbare Schädigung des Muskels im Zuge eines Eingriffes so gering wie möglich zu halten.