erste Chirurgin schließt thoraxchirurgische Ausbildung im Universitätsklinikum Krems ab

Krems – Die thoraxchirurgische Ausbildung erfordert neben dem Medizinstudium noch sechs weitere Jahre in Form einer Facharztausbildung - diese wird nur an spezialisierten Standorten in Österreich angeboten. Melanie Biesinger, Oberärztin an der klinischen Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie, schloss nun erfolgreich ihre Ausbildung zur Thoraxchirurgin am Universitätsklinikum Krems, dem einzigen Thoraxzentrum in ganz Niederösterreich, ab.

Die Thoraxchirurgie beschäftigt sich mit dem menschlichen Brustkorb und seinen Organen. Hierbei werden Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen der Lunge sowie des knöchernen Brustkorbs mit operativen oder konservativen Methoden behandelt.

Die Ausbildung zur Thoraxchirurgin bzw. zum Thoraxchirurgen setzt neben einem erfolgreich absolvierten Medizinstudium auch eine Facharztausbildung voraus, welche nochmals insgesamt sechs Jahre dauert, und gliedert sich in die Basis-, Sonderfach-Grund- und Sonderfach-Schwerpunktausbildung.

 

Im Universitätsklinikum Krems befindet sich das einzige Thoraxzentrum in ganz Niederösterreich. Hier werden nicht nur Patientinnen und Patienten aus Krems und Umgebung betreut, sondern auch mittels Telekonsil Kliniken in ganz Niederösterreich bei der Behandlung von thoraxchirurgischen Fällen unterstützt sowie operativ versorgt.

Melanie Biesinger, Oberärztin der klinischen Abteilung für Allgemein- und Thoraxchiurgie am Universitätsklinikum Krems ist die erste Ärztin, welche die gesamte Ausbildung zur Thoraxchirurgin im Universitätsklinikum Krems und damit in ganz Niederösterreich erfolgreich abgeschlossen hat. Im Zuge dieser Ausbildung nahm sie nicht nur regelmäßig an Kongressen teil, sondern hielt auch bereits mehrere Vorträge zu neuen Erkenntnissen im Bereich der Thoraxchirurgie und präsentierte spannende Patientenfälle, die am UK Krems erfolgreich behandelt wurden. Zudem gewann Biesinger für Ihre Publikation zum Thema Lungenkrebs 2022 den Georg Salzer Preis, welcher jährlich für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der klinischen und experimentellen Forschung in der Thoraxchirurgie verliehen wird.

 

„Am Ende meines Studiums wusste ich, dass ich Thoraxchirurgin werden möchte. Zum einen reizt mich die onkologische Chirurgie mit ihren ständigen wissenschaftlichen Fortschritten und auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Betreuung von Tumorpatientinnen und -patienten ist ein schöner Teil der Arbeit. Zum anderen ist die akute Thoraxchirurgie bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen oder Verletzungen immer wieder auf’s neue spannend und herausfordernd“ erklärt Melanie Biesinger. „Von ihrer Studentenzeit in Wien an durfte ich Dr. Biesinger begleiten und ihr dann in Krems das Fach der Thoraxchirurgie näherbringen. Wir freuen uns, dass sie nun ihre gesamte Ausbildung bei uns abschließen konnte und uns ab sofort als Oberärztin weiterhin unterstützen wird“ ergänzt Primaria Elisabeth Stubenberger, Leiterin der klinischen Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie stolz.