Ausbau roboterassistierte Chirurgie in NÖ

Präsentation Roboterassistierte Chirurgie mit Landesrat Kasser, Vorständin Bräutigam und OA DDr. Bernhard Grubmüller

KREMS - Neuer OP-Roboter für das UK Krems ist Startschuss für den Vollausbau in allen Gesundheitsregionen.

 

 

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Niederösterreich wird die roboterassistierte Chirurgie gezielt ausgebaut. Mit der erfolgreichen Etablierung am Universitätsklinikum Krems wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, der die medizinische Versorgung im Land stärkt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies vor allem ein Plus an Sicherheit, höchste Präzision sowie eine raschere Rückkehr in den Alltag.

Auf Basis des Gesundheitsplans 2040+ und die damit verbundene Weiterentwicklung wird die roboterassistierte Chirurgie an den Universitäts- und Landeskliniken gezielt ausgebaut. Damit setzen wir die Empfehlungen der Expertinnen und Experten konsequent Schritt für Schritt um. Am Universitätsklinikum Wr. Neustadt und St.Pölten sind OP-Roboter bereits erfolgreich im Einsatz. Seit der Einführung wurden dort bereits rund 5.000 Operationen mit einem OP-Roboter in Niederösterreich durchgeführt. Mit dem Gesundheitsplan wird nun ein weiterer Schritt gesetzt, um hochmoderne und bestmögliche Behandlungsmethoden verstärkt in die Regionen zu bringen.

„Mit der Etablierung des neuen OP-Roboters am Universitätsklinikum Krems wurde ein Meilenstein erreicht, welcher zugleich der Startschuss für einen Vollausbau in allen Regionen markiert. Die Weiterentwicklung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung unseres Gesundheitssystems. Einerseits sichern wir damit eine bestmögliche Erst- und Akutversorgung für unsere Patientinnen und Patienten durch präzise, sichere und schonende Behandlungsmethoden. Andererseits stärken wir die Aus- und Weiterbildung und erhöhen die Attraktivität als Ausbildungs- und Arbeitsstandort für junge Medizinerinnen und Mediziner“, betont der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.

Modernste Technologie

Die roboterassistierte Chirurgie verbindet modernste Technologie mit höchster chirurgischer Expertise und eröffnet neue Möglichkeiten für schonende, minimalinvasive Eingriffe in zahlreichen medizinischen Fachbereichen. Dabei handelt es sich um eine moderne Operationsmethode, bei der Ärztinnen und Ärzte von einem speziellen Robotersystem unterstützt werden. Die Chirurgin oder der Chirurg steuern hierbei die Instrumente über eine Konsole und der Roboter führt die Bewegungen exakt und ruhig aus.

Gerade bei komplexen Tumoroperationen oder rekonstruktiven Eingriffen erlaubt die roboterassistierte Chirurgie ein sehr präzises, kontrolliertes Arbeiten, auch in anatomisch schwierigen Bereichen. Die Systeme ermöglichen besonders präzise Bewegungsabläufe, eine hochauflösende 3D-Visualisierung sowie eine besonders schonende Behandlung des Gewebes.
Zum Einsatz kommt diese Technologie unter anderem in der Urologie, HNO, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie und Gynäkologie, vor allem bei onkologischen, rekonstruktiven oder minimalinvasiven Eingriffen.

Für Patientinnen und Patienten ergeben sich daraus viele Vorteile. In der Praxis führt das zu geringeren Komplikationsraten, reduziertem Blutverlust, weniger Schmerzen nach der Operation sowie kürzeren Krankenhausaufenthalten und einer insgesamt schnelleren Genesung. „Am Ende geht es aber nicht nur um die Technik. Es geht darum, für jede einzelne Patientin/jeden einzelnen Patienten die bestmögliche Behandlung anbieten zu können. Genau dafür ist die roboterassistierte Chirurgie ein entscheidender Baustein“, ergänzt Oberarzt Bernhard Grubmüller, der im UK Krems die Projektleitung zur Einführung der roboterassistierten Chirurgie übernahm und Ende April die ersten Eingriffe mit dem OP-Roboter im Bereich der Urologie durchführen wird.

Optimierte Arbeitsbedingungen

Gleichzeitig profitieren auch Chirurginnen und Chirurgen von dieser technologischen Entwicklung. Ergonomisch optimierte Arbeitsbedingungen, eine stabile Instrumentenführung sowie eine geringere körperliche Belastung verbessern den Arbeitsalltag im OP. Darüber hinaus bieten robotische Systeme erweiterte Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten. In einem weiteren Schritt sollen zusätzliche Standorte, darunter das LK Mistelbach, das LK Horn, das LK Baden-Mödling und in weiterer Folge das LK Amstetten, ausgestattet werden.

Elisabeth Bräutigam hält fest: „Davon profitieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da sie an hochmodernen Geräten bestmöglich ausgebildet werden. Diese verbesserten Rahmenbedingungen steigern nicht nur die Qualität der chirurgischen Versorgung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des Berufsbildes. Sie sind damit ein wesentlicher Faktor, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und die Gesundheitsstandorte nachhaltig zu stärken“.

Fotocredit: NÖ LGA/Robert Herbst (Abdruck honorarfrei nur im Zusammenhang mit der beigefügten Presseaussendung. Jegliche weitere Verwendung oder Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen Zustimmung der NÖ LGA).


BILDTEXTE
Bild 1: v.l. NÖ LGA Vorständin Elisabeth Bräutigam, Landesrat Anton Kasser, OA Priv. Doz. DDr. Bernhard Grubmüller, MBA, FEBU
Bild 2, Bild 3: Beim OP Roboter Landesrat Anton Kasser, OA Priv. Doz. DDr. Bernhard Grubmüller, MBA, FEBU
Bild 4: Beim OP Roboter Landesrat Anton Kasser, OA Priv. Doz. DDr. Bernhard Grubmüller, MBA, FEBU (Fotocredit: NLK/Filzwieser)

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